Pendeln von klein an – Zülpichs Kinder auf dem Weg zum Spielplatz
Die Arbeitslosigkeit im Kreis Euskirchen ist überschaubar, so hört man immer wieder und gerne. Dies ist neben den Arbeitsplätzen in der regionalen Wirtschaft vor allem der Bereitschaft der hier lebenden Menschen zu verdanken, weite Wege zu ihrem Arbeitsplatz in Kauf zu nehmen. Auch viele Zülpicher pendeln täglich nach Köln, Bonn, Aachen, oder sogar nach Düsseldorf oder Frankfurt.
In den letzten Jahren hat es jedoch eine Entwicklung gegeben, die gerade in Zülpich stark verbreitet ist.
Kinder pendeln, um vernünftige Freizeit- und Bildungsangebote zu erhalten. Die Fahrt zum Schwimmbad ist schon lange eine motorisierte Anfahrt, mal abgesehen von heißen Sommertagen am See.
Die neueste besorgniserregende Entwicklung: Nun sind auch schon die Allerkleinsten zum Pendeln gezwungen. So kam es, dass ich vor kurzem eine Autofahrt in Kauf nahm, um mit meiner Familie einen vernünftigen Spielplatz zu errreichen. Dieser Ausflug brachte uns in die Erftauen nach Euskirchen.
Hierbei trafen wir 2 Familien, die beide ebenfalls aus unserer Römerstadt Zülpich kamen. Zufall oder Warnsignal?
Die Spielplätze in der Römerstadt sind seit vielen Jahren zahlreich, aber in einem geradezu peinlichen Zustand. (Ausnahme: Spielplatz Elster Str.)
Aus unserer Sicht müssten die Aufwendungen für die Unterhaltung der Spielplätze, gerade in der Kernstadt, für einen großen Abenteuerspielplatz gebündelt werden, zuzüglich der einmaligen Investitionskosten.
Das Gegenargument für diese Forderung wird uns vermutlich schnell geliefert werden: Landesgartenschau abwarten, alles wird gut......
Wir sind jedenfalls der Ansicht, dass die jetzigen Sandkasten-Racker nicht die kommenden drei Jahre auf Erdhügeln spielen sollten, wenn ihre Eltern das eben erwähnte Pendeln nicht in Kauf nehmen wollen!



